Nicht-invasive Beatmung (NIV)

Autor(en): Angelika Rathgeber

Unter dem Begriff der nicht-invasiven Beatmung (NIV – Non-Invasiv Ventilation) werden alle Beatmungsverfahren zusammengefasst, die weder einen endotrachealen Tubus noch eine Tracheostomaanlage mit Trachealkanüle nutzen. Eine nicht-invasive Beatmung ist sowohl eine Notfallmaßnahme bei einem akuten Atemversagen in der Klinik als auch eine Beatmungstherapie für längerfristige chronische Atemprobleme im Pflegeheim oder zu Hause. Besonders Patienten mit nächtlicher Maskenbeatmung bei hyperkapnischer COPD profitieren davon. Auch im Anschluss an einen Aufenthalt auf einer Intensivstation mit einer invasiven Beatmung wird meist erfolgreich auf eine nicht-invasive Beatmung zum Entwöhnen umgestellt. Die nicht-invasive Beatmung per Maske ist die primäre Therapie in der klinischen sowie außerklinischen Beatmung bei chronisch ventilatorischer Insuffizienz. Sie wird als Atmungsunterstützung oder Beatmung angewandt. Mittels eines Beatmungsgerätes wird Überdruck in der Lunge erzeugt. Somit verringert sich die anstrengende Atemarbeit des Patienten und die alveoläre Ventilation wird verbessert. Der Hauptvorteil gegenüber der invasiven Beatmung ist, dass es kaum Komplikationen, verursacht durch unerwünschte Nebenwirkungen, gibt. Denn aufgrund dieser Nebenwirkungen während einer invasiven Beatmung steigt auch das Mortalitätsrisiko. Deshalb wird die nicht-invasive Beatmung der invasiven vorgezogen. In der Klinik, im Pflegeheim oder im Falle der Heimbeatmung besteht der Vorteil darin, dass die Geräte leicht und meist tragbar sind. Damit wird die Mobilität und Unabhängigkeit des Patienten unterstützt und schenkt ihm Lebensqualität.

Ausgabe 2, 2018 Artikel lesen

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