Endotracheales Absaugen

Autor(en): Angelika Rathgeber

Endotracheales Absaugen ist eine Bezeichnung für das Entfernen von Sekreten oder aspirierten Fremdstoffen aus den Atemwegen mittels eines Katheters (Bronchialtoilette). Ist der Selbstreinigungsmechanismus (Mukozilliäre Clearance) der Atemwege gestört, müssen intubierte oder Patienten mit Trachealkanüle abgesaugt werden. Hierbei geht es immer um die Freihaltung der Atemwege, um eine ausreichende Oxygenierung (Sauerstoffversorgung des Blutes) zu gewährleisten. Bei schweren Erkrankungen wie Koma, Bewusstlosigkeit, neurologischen Störungen mit Beeinträchtigung der Atmung usw. ist eine Bronchialtoilette unumgänglich, um Sekrete, die sich in den Atemwegen stauen, und den daraus resultierenden Komplikationen wie Atelektasenbildung oder Pneumonien zu verhindern. Bei einem liegenden Tubus oder einer Tracheotomie mit Trachealkanüle ist das endotracheale Absaugen mittlerweile eine Routinetätigkeit geworden. Trotzdem bedarf es einer klaren Indikation und hohem Fachwissen. Neben guter Krankenbeobachtung und korrekter Technik muss auch der Einhaltung der hygienischen Vorgaben große Beachtung geschenkt werden.

Ausgabe 1, 2020 Artikel lesen

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